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top über CHF 400.--
mit CHF 100.-- bis CHF 400.--
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top Das Sorgentelefon ist eine Problemanlaufstelle und hilft bei Alltagsproblemen, Problemen in Freundschaft, Schule, Gewalt, Sexualität, Sucht usw. Der Anrufer wie auch der Berater bleiben anonym. Dies soll es dem Anrufer leichter machen, über sein Problem oder Anliegen zu sprechen. Das Angebot ist sehr niederschwellig, das bedeutet, dass das Sorgentelefon alles unternimmt, um es dem Kind und/oder Jugendlichen leicht zu machen, anzurufen. Es ist auch ein Beitrag zur Problemprophylaxe. Es gilt der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Da das Sorgentelefon von Laienberatern geführt wird, versteht es sich nicht als Problemlösungsstelle. Daher werden alle Anliegen von Kindern und Jugendlichen, die das Mass eines Ratgebens übersteigen und nicht ad hoc und spontan leicht von den Beratern zu behandeln sind, an die in Liechtenstein hierfür eingerichteten qualifizierten Stellen weiterverwiesen. Als Anleitung hierfür dient u.a. das Verzeichnis „Soziale und Medizinische Hilfe in Liechtenstein“. Das Sorgentelefon hat auf Grund vergangener Erfahrungen in der Zwischenzeit gut mit dem Amt für Soziale Dienste und der Sozialpädagogischen Jugendwohngruppe zusammengearbeitet. Die Jugendwohngruppe übernimmt für Kinder und Jugendliche in Fällen akuter Gewalt sowie sexuellem Missbrauch die Funktion eines „Schlupfhuses“. Die Berater werden vor dem ersten Einsatz auf ihre Aufgabe durch eine interne Einführung vorbereitet. Die Berater treffen sich regelmässig zu Teamsitzungen. Diese Sitzungen dienen insbesondere der aktuellen Fallbesprechung sowie Supervision und Weiterbildung in Gesprächsführung und Kommunikation. Sollten Sie als Leser dieses Jahresberichtes Interesse an der Mitarbeit als Laienberater haben, so melden Sie sich bitte beim Präsidenten, Herrn Markus M. Hasler, unter Telefon 377 11 58. Er wird Sie gerne in einem unverbindlichen Gespräch ausführlicher informieren. Das Sorgentelefon ist auf unentgeltlich arbeitende Laienberater angewiesen und benötigt immer wieder neue Berater/innen. Im Jahre 2004 haben wir auch die Funktion als Anlaufstelle für Mitarbeiter des LED im Ausland übernommen. Mitarbeiter des LED, welche im Ausland einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, können in Notfällen nun auch ausserhalb der Geschäftszeiten des LED über das Sorgentelefon der Heimatbasis eine Nachricht zukommen lassen.
Das Sorgentelefon ist im Landeskanal unter der Rubrik „Für Sie im Dienst“ und im Verzeichnis „Soziale und medizinische Hilfen in Liechtenstein“ (Soziallexikon des Amtes für Soziale Dienste) aufgeführt. Die Landeszeitungen benutzen das Signet des Sorgentelefons (siehe Umschlag) regelmässig als Lückenfüller. Damit wird praktisch in jeder Ausgabe gratis Werbung für das Sorgentelefon gemacht. Auch im FLash wird das Signet regelmässig veröffentlicht. Dafür sei den Zeitungen herzlichst gedankt. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren oder besonderen Werbemassnahmen getroffen. Dies vor allem aus dem Grunde, dass gegenüber dem langjährigen Durschnitt noch immer eine hohe Anzahl Anrufe zu verzeichnen war. Es wurde beschlossen, beim Nachlassen der Anzahl der Anrufe wieder geeignete Werbemassnahmen zu treffen.
Das Jahr 2005 war auf Grund der wiederum extrem grossen Zahl von Anrufen im Berichtsjahr für das Team nicht einfach. Für den enormen Einsatz der Laienberater im Rahmen ihrer Beratertätigkeit sei an dieser Stelle nochmals von ganzem Herzen gedankt, auch für die rege Teilnahme an den monatlichen Sitzungen (Einsatzplanung und Weiterbildung) sowie den Besuch von externen Veranstaltungen. Wir suchen immer wieder neue Berate um das Team zu ergänzen oder zu verstärken. Interessierte Personen können sich unverbindlich beim Geschäftsführer, Herrn Markus M. Hasler (Tel. 377 11 58), melden, um weitere Informationen zu erhalten. Herr Hasler ist auch gerne bereit, in einem persönlichen Gespräch die Aufgaben und Anforderungen eines Beraters zu erläutern.
Die Schaltungen erfolgten gemäss Einsatzplan, mehrmals täglich. Die Einsatzpläne werden normalerweise für die Dauer von 3 Monaten erstellt. Sämtliche ad hoc notwendigen Änderungen hinsichtlich des Einsatzplanes sowie die Entgegennahme der Einteilung des Wochenenddienstes wurde durch die Schaltzentrale koordiniert. Die Leiterin der Schaltzentrale, Frau Tosca Wyler, wurde im Berichtsjahr wieder durch Frau Ruth Caluori während Ferien und Abwesenheit vertreten. Für den Einsatz der beiden Damen von der Schaltzentrale sei an dieser Stelle ebenfalls von ganzem Herzen gedankt.
Vom Ressort Einsatzplan und Sitzungen, welches dem Geschäftsführer des Sorgentelefons zugeteilt ist, werden unter anderem folgende Aufgaben wahrgenommen: - Administration - Organisation - Leitung und Durchführung der Sitzungen - Auswertung der Anrufe Da sowohl die Administration betreffend als auch im organisatorischen Bereich nichts Nennenswertes zu berichten ist respektive schon in den anderen Ressortberichten enthalten ist, wird in der Folge nur auf die Auswertung der Anrufe eingegangen. Im Berichtsjahr 2005 ist die Nummer 147 mehr als 1'200-mal angerufen worden. Das sind rund 100 Prozent mehr Anrufe als im Vorjahr. Die 1'249 Anrufe sind eine beachtliche Zahl. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass nicht die absolute Zahl der Anrufe in der Statistik zählt, sondern deren Inhalt. Diesen Gedanken hatten wir in den letzten Jahren als „Entschuldigung“ für die sinkende Zahl der Anrufe hergezogen. Er sei hier jedoch nochmals bewusst erwähnt, vor allem, weil unter den Anrufen auch extrem viele Jux- und Stillanrufe waren, welche schon an die Nerven der Berater gehen können, die aber auch eine Übung für den Ernstfall, sowohl für den Anrufer, als auch für den Berater sein können. Für den einzelnen Hilfesuchenden ist das Vorhandensein einer vertrauenswürdigen Institution/Anlaufstelle von Wichtigkeit. Die Art der Anrufe respektive die Themen der Anrufe haben sich im Vergleich mit den Vorjahren nicht wesentlich verändert. Es gab auch keine Kumulation eines speziellen Problems, für welches allenfalls eine besondere Aufmerksamkeit oder Aktion notwendig gewesen wäre. Es wurden Anrufe mit u.a. folgenden Themen entgegengenommen: - Gewalt gegen Kinder und Jugendliche - Probleme mit Eltern - Suizid und Drogen - Schule - Schwangerschaft, Sexualität, Verhütung - Stillanrufe - Juxanrufe - Erwachsenenanrufe Erfreulich ist, dass gelegentlich Anrufer für den erteilten Ratschlag oder das Zuhören und Besprechen von Problemen ihren Dank aussprechen. Es gab auch wiederum Anrufer, welche prüfen wollten, ob das Sorgentelefon wirklich 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr besetzt ist. Die Juxanrufe sind für das Team und das Sorgentelefon ein echtes Problem. Auch in Oesterreich und in der Schweiz besteht dasselbe Problem. Wir werden uns im Jahre 2006 Gedanken darüber machen, wie wir der Situation Herr werden können.
Die Trägerschaft ist im Sorgentelefon vertreten durch die Beisitzerin Bruni Gantner-Caplan, die für folgendes Ressort verantwortlich ist: 1. Die Geldmittelbeschaffung 2. Buchhaltung und Zahlungsverkehr Frau Gantner-Caplan ist bei der Trägerschaft im Jahre 2003 als Commendatorin zurückgetreten und wird sich in Zukunft nach und nach auch aus dem Verein zurückziehen. Der Präsident, Markus M. Hasler, hat in der Trägerschaft die Nachfolge von Frau Gantner-Caplan angetreten, weshalb in der Vereinsspitze keine Aenderung notwendig war. Herr Hasler hat die Funktionen/Ressorts von Frau Gantner im Laufe des Jahres 2004/05 übernommen.
Das Ressort Trägerschaft wird auch weiterhin bemüht sein, durch das Einholen von Spenden den Fortbestand des Sorgentelefons zu gewährleisten, während auf der anderen Seite die Ausgaben so gering wie möglich gehalten werden. Auf Grund der vielen Anrufe wurden z.B. die Werbeausgaben gesenkt. Dies macht nicht zuletzt der offensichtlich hohe Bekanntsheitsgrad der Nummer 147 möglich. Vor ein paar Jahren hatten wir die Situation, dass teilweise am Anfang des Jahres nicht genügend Geldmittel vorhanden waren, um die budgetierten Unkosten zu bezahlen. Zumindest diese Sorgen bestehen im Vorstand nicht mehr. Der Vorstand ist weiters bemüht, eine ausgeglichene Jahresrechnung zu präsentieren.
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